Linux Mint 17.2 Installation & kleines 1 mal 1

Linux installieren

Nun gehts zur Installation! Danach erkläre ich euch noch, wie ihr euer Linux mit eurem Smartphone verbindet. Das funktioniert allerdings nur mit Android und iOS Geräten gut – Windows Phone Geräte sollen zu Linux inkompatibel sein, auch wenn Datenaustausch anhand dieser Anleitung möglich ist. Da ich kein Windows Phone habe kann ich dies leider nicht testen und keine Anleitung schreiben.

Eigentlich sollte die Installation auch von Fachpersonal durchgeführt werden… aber da hält sich ja sowieso niemand dran.

Linux Mint3Nun zur Installation. Klickt hierfür auf eurem Desktop doppelt auf die Installationsverknüpfung. Es öffnet sich nach kurzer Zeit der Installationsmanager.

Sprache einstellen, dann auf Weiter. Im folgenden Fenster ebenfalls auf Weiter. Nun seid ihr bei Linux Mint4„Installationsart“, wo ihr angeben müsst wo ihr Linux Mint installieren wollt. Davon ausgehend das ihr noch ein Windows installiert habt klickt ihr nun auf „Festplatte löschen und Linux Mint installieren“. Im folgenden Fenster könnt ihr, wenn ihr mehr als eine Festplatte habt, auswählen welche benutzt werden soll. Nun noch bestätigen und er fängt an zu installieren, während ihr noch Linux Mint5Namen, PC Namen, Passwort, Zeit und sowas einstellt. Nach der fertigen Installation noch den PC neustarten und die DVD / den USB Stick entfernen – fertig!

Nach dem Neustart solltet ihr geschmeidig auf dem Anmeldebildschirm landen. Hier könnt ihr euch nun mit eurem Usernamen (Nicht eurem Realnamen – bei der Installation konntet ihr zwei angeben. Hier braucht ihr den zweiten) und dem dazugehörigen Passwort einloggen.

Als erstes empfiehlt sich immer ein Systemupdate. Euer Linux sollte euch in der Taskleiste unten rechts bereits darauf hinweisen das Updates Ein einfacher Klick darauf öffnet die Aktualisierungsverwaltung. Dies ist euer Updatezenter, ganz ähnlich „Windows Update“. Über die Knöpfe in der Kopfleiste könnt ihr die Liste auffrischen und die empfohlenen Aktualisierungen installieren. Es empfiehlt sich nach dem Update nocheinmal Aufzufrischen um sicherzugehen das er auch alle erwischt hat.

Nun gehts zur Treiberinstallation – wenn das denn überhaupt notwendig ist. Navigiert hierzu zu Startmenü –> Systemverwaltung –> Treiberverwaltung. Sollte es für Geräte in eurem Computer Treiber vom Hersteller geben die ihre Arbeit möglicherweise besser tun als die von Linux benutzten seht ihr diese hier. Meistens sind das Treiber für Grafikkarten. Bei Nvidia Grafikkarten könnt ihr hier nun beispielsweise die neuesten vom Linux Mint Team positiv getesteten Treiber beziehen (derzeit ist das der Nvidia Treiber 346.82). Wählt also die neuesten Treiber für eure Geräte aus und geht auf „Änderungen anwenden“. Startet nun neu.

Dies ist der Punkt wo meiner Erfahrung nach am meisten schiefgehen kann, weswegen ein erfahrener Benutzer in der Nähe sehr von Vorteil ist.

Falls euch die Farben des Systems nicht gefallen könnt ihr jetzt noch andere Themen auswählen (Rechtsklick auf die Taskleiste –> Themen, oder equivalent unter Startmenü –> Einstellungen). Ich empfehle einmal den Blick auf das hinzufügbare, im Netz verfügbare Schreibtischthema „Mint-XP“. Wer mochte nicht das kunterbunte Windows XP Design…

Wer den Mozilla-Ordner aus dem %APPDATA% Verzeichnis von Windows gesichert hat muss Firefox einmal starten und wieder beenden. Nun den Inhalt des Ordners in den versteckten .mozilla Ordner im Homeverzeichnis kopieren (überschreiben). Versteckte Ordner macht man mit STRG + H sichtbar. Auf dieselbe Weise übernimmt man Thunderbird.

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4 comments

  • Gabriel Fischer on 31. August 2015 at 19:03 said:

    Ich bin mit dem Beitrag unzufrieden. Sie wollen nicht die Datenkrake Windows nutzen, was ich schon mal sehr gut finde. Zu viele Menschen nutzen Windows, obwohl sie von den Problemen wissen. Teilweise werden diese sogar traurigerweise verteidigt („wer nichts zu verstecken hat, hat nichts zu befürchten“). GNU+Linux Mint sehe ich jedoch als unpassende Alternative an.

    Ein Problem von Windows ist, dass es eine Black Box ist. Man kann den Quellcode nicht einsehen, also kann man nicht genau wissen, wie etwas und was ungewollt an Andere gesendet wird. GNU+Linux Mint hat dasselbe Problem.
    – Der Kernel von GNU+Linux Mint beinhaltet unfreie Firmware-BLOBs
    – es nutzt die Paketarchive von Ubuntu, weshalb freie Software nicht von unfreier Software getrennt wird
    – es bewirbt nicht-freie Software und proprietäre Codecs (und installiert diese)

    In diesem Beitrag empfehlen auch Sie nicht-freie Software, z.B. nicht-freie Treiber, Teamspeak 3 und Skype. Vorallem Skype ist nicht dafür bekannt, sorgfältig mit privaten Daten umzugehen. Außerdem müllt es 64-Bit Systeme mit unnötigen Abhängigkeiten zu, da es (wie bei Steam) nur eine 32-Bit Version gibt.
    Das waren die mir bekannten Probleme, wenn es um GNU/Linux Mint und Datenschutz geht. Jedoch habe ich noch weitere Probleme mit dem System.

    – es nutzt Upstart
    Selbst das kontroverse SystemD erfüllt die Aufgaben eines Init-Systems besser.
    – viele Pakete wurden modifiziert
    Ich bevorzuge Vanilla-Pakete.
    – standardmäßig kein Root Account, stattdessen „sudo“
    Ich bevorzuge es, mit „su“ an Root-Rechte zu gelangen und sonst einen Account ohne diese zu nutzen. GNU+Linux Mint bietet bei der Installation keine Option dafür.
    – es gibt keine Minimal-Installation
    Mir werden viel zu viele Pakete, die ich gar nicht brauche und will installiert, ohne eine Funktion, das zu verhindern. Für Anfänger mag das so besser sein, für erfahrenere Benutzer jedoch nicht. Viele andere bekannte Distributionen haben das besser gelöst (z.B. mit Netzwerkinstallationen).
    – es nutzt nicht das Rolling Release Modell und es gibt keine Option, dieses zu aktivieren.
    Auch hier bevorzuge ich das, was GNU+Linux Mint nicht bietet. Erneut haben andere Distributionen das besser gelöst (z.B. Fedora mit Rawhide und Debian mit Testing).
    – das Hinzufügen von Fremdquellen
    Sie haben beschrieben, wie man Fremdquellen hinzufügt. Das System von Ubuntu kann leicht zur sogenannten „Dependency Hell“ führen. Die Distribution Arch zeigt mit dem „Arch User Repository“, kurz AUR, wie das besser gelöst werden kann.

    Außerdem fehlt mir „Tox“ als Alternative zu Skype.
    Und LibreOffice ist nicht vollständig kompatibel zu MS Office. Vorallem bei Präsentationen können Probleme auftreten.

    • Sereiya on 31. August 2015 at 19:28 said:

      Ich habe für diesen Artikel etwas getan was den meisten, die Linux aus Überzeugung nutzen, sehr sauer aufstößt: Ich habe die Freiheit der Software völlig ignoriert. Wieso ich das getan habe ist der Bequemlichkeit zuzuschreiben: Jemand der mit dem System einfach nur arbeiten möchte und sich hohe und vorallem direkte Kompatibilität bspw. zum Smartphone oder Peripheriegeräten wünscht kümmert sich für gewöhnlich nicht darum ob eine Software nun Open-Source ist oder nicht. Arch oder Gentoo ist einem unerfahrenen Windows’ler schlichtweg nicht zu empfehlen.
      Dem geschuldet ist auch das ich Teamspeak 3 und Skype erwähne – wobei ich bei Skype tatsächlich vergaß zu erwähnen das auch dieses loggt. Doch viele nutzen es und würden nicht wechseln wenn sie plötzlich vieles nicht mehr wie gewohnt tun könnten.
      Das LibreOffice mit MS Office doch 1-2 Probleme hat wusste ich nicht, das korrigiere ich gleich. Danke für den Hinweiß.

      Was sie sonst noch schrieben ist eher ihrer Vorliebe geschuldet. Auch hier muss ich sagen das es den Durchschnittsnutzer nicht interessiert wie er/sie Dinge als root ausführt, und das bei der Installation nicht mitinstallierte Codecs eher sehr störend wären.

  • Gabriel Fischer on 31. August 2015 at 16:16 said:

    Ich würde hier nur gerne für Klarheit sorgen. Was Sie Linux nennen ist eigentlich GNU/Linux oder wie ich angefangen habe es zu nennen, GNU+Linux. Linux an sich ist kein Betriebssystem, sondern nur eine weitere freie Komponente eines funktionierenden GNU-Systems, das durch die GNU-Corelibs, Shell Werkzeuge und weiteren unerlässlichen System-Komponenten besteht, was ein Betriebssystem, wie es nach „POSIX“ definiert ist, ergibt.

    Viele Nutzer nutzen eine modifizierte Version des GNU-Systems jeden Tag, ohne es zu wissen. Durch eine eigenartige Wendung der Ereignisse wird die Version von GNU, welche heutzutage weit verbreitet ist oft Linux genannt, während viele Nutzer sich nicht bewusst sind, dass es eigentlich nur das GNU-System ist, das von dem GNU-Projekt entwickelt wurde.

    Es gibt wirklich ein Linux und Leute nutzen es, aber es ist nur ein Teil vom System, das sie verwenden. Linux ist der Kernel: Das Programm vom System, dass die Ressourcen des Rechners Programmen zuweist. Der Kernel ist ein essentieller Teil eines Betriebssystems, aber alleine nur nutzlos. Er kann nur im Kontext eines kompletten Betriebssytem funktionieren. Normalerweise wird Linux zusammen mit GNU genutzt: Das System ist also eigentlich GNU mit Linux, auch genannt GNU/Linux. Alle sogenannten Linux Distributionen sind eigentlich GNU/Linux Distributionen.

    (Bis auf Ausnahmen, zum Beispiel nutzt Android nicht das GNU-System.

    • Sereiya on 31. August 2015 at 19:17 said:

      Vielen Dank für den Kommentar. Diesen Unterschied kannte ich offengestanden noch nicht – GNU/Linux habe ich zwar bereits gehört, konnte es jedoch nie einsortieren.
      Wie sie schon richtig erfassten ist dieser Beitrag bei weitem nicht für jene die sich mit dem System auseinandersetzen gedacht, sondern für den Alltagsnutzer der einfach bloß ein stabiles Grundsystem braucht. Da auch in den Communitys „Linux“ als allgemeiner Begriff für GNU/Linux Systeme geläufig ist belasse ich es nun aber auch dabei. Wer völlig neu in der Thematik ist würden zu viele im Alltag nebensächliche Infos bloß zusätzlich verwirren wie ich finde.

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