Linux Mint 17.2 Installation & kleines 1 mal 1

Android oder iOS Geräte anschließen

smartphone-147656_1280Das verbinden von Android oder iOS Geräten funktioniert gut – im Falle meines iPhone 3GS mit iOS 6.1.2 erstaunte mich sogar, wie einfach. Vorweg: iTunes oder Herstellerspezifische Software wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht laufen. Auch wer zuvor bspw. sein iPhone mit MS Outlook über USB synchronisiert hat muss dafür in Ermangelung von Outlook nach einer anderen Möglichkeit suchen – dazu zählt bspw. die Synchronisation des Handys mit einer Cloud, mit der sich auch Thunderbird/Lightning synchronisieren. Man muss leider sagen das Firmen wie Apple, Microsoft und Google ganz bewusst Linux NICHT unterstützen (was in Anbetracht dessen das Android ein Linux ist, auch iOS entfernt davon abstammt und somit fast jede Mac-Anwendung auch auf Linux laufen würde einfach lächerlich ist). So hat Microsoft direkt nach der Übernahme von Skype die Linuxversion eingestellt, weswegen diese Aussieht wie aus dem letzten Jahrzehnt geklaut. Das freie Konzept hinter Linux passt einfach nicht gut zum Profit.


Gerät verbinden

– iOS (getestet mit iPhone 3GS, iOS 6.1.2)

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Direkt nach der Verbindung mit dem Computer sollten in eurem Dateibrowser bei den Geräten zwei neue Einträge auftauchen. Eines davon ist euer Gerät mit dem Gerätenamen (Ich habe diesen wohl mal auf „Sereiya“ geändert), das andere „Documents on ****“. Letzteres finde ich sehr nützlich, weil euch dort direkt jene installierten Apps angezeigt werden die euch erlauben möglicherweise gespeicherte Dokumente zu kopieren.

Unter dem Eintrag eures Gerätes findet ihr euren Speicher wo ihr alle Daten findet, bspw. unter DCIM eure Kamerafotos und unter Music eure Musik. So könnt ihr relativ einfach eure Daten verwalten, deutlich einfacher als über iTunes wie ich finde. Wer gerne Anwendungen zur Verwaltung benutzt dem empfehle ich unten noch welche.

Bei wem nach dem anschließen nichts passiert ist kann das Gerät einmal aus- und wieder einstecken oder wenns angezeigt wird einmal unmounten (auf den Pfeil beim Gerät klicken). Das löste es bei mir.

– Android (getestet mit Huawei G525, Android 4.1.2)

Android war bei mir ein wenig widerspenstig – was allerdings auch an der heillos veralteten Version liegen kann. Huawei ist wohl der Meinung ich müsse mir ein neues Gerät kaufen und blieb bei der schlimmsten Version von allen stehen.

Wenn ihr euer Gerät an den Computer anschließt schlägt euch das Handy in den USB Optionen 3 Möglichkeiten vor: MTP, PTP und USB-Speichergerät. Ich wählte letzteres, da dies bei mir bisher immer geklappt hat wogegen MTP Bugs produzierte. Außerdem ist der Direktzugriff als Speichergerät schneller.

Nun tauchen ein bis zwei neue Einträge unter Geräte auf – bei mir einmal „1,1 GB Volume“ und einmal „32 GB Volume“, also der Interne Speicher und die microSD Karte. Außerdem ploppt bei Huawei noch „Mobile Partner“ auf, was Windowstreiber für den Betrieb als Internethotspot sind – einfach ignorieren.

Auch hier können wir wieder wie gewohnt unsere Daten per Hand managen, wie viele es vermutlich aus dem Windows Explorer gewohnt sind. Wer das nicht will kann aber auch auf Anwendungen zurückgreifen.


arrows-151635_1280Synchronisieren

Wer nicht per Hand in den Ordnern wühlen will kann zur Synchronisation auch Anwendungen benutzen. Hier ein paar Empfehlungen.

Musik: Clementine

Clementine ist ein schmaler, schneller Mediaplayer für Linux, der mir persönlich deutlich besser gefällt als der vorinstallierte Banshee. Geräte synchronisieren können vermutlich beide.

Wer Clementine geöffnet hat und das Gerät verbunden kann links auf „Gerät“ klicken. In der Liste rechts daneben tauchen nun alle angeschlossenen Geräte auf sowie, wenn vorhanden, das CD/DVD/BD Laufwerk. Um das Gerät zu laden klickt doppelt auf den entsprechenden Eintrag und erlaubt Clementine die Indexierung.

Nun erstellt es einen Index der ganzen Musik auf dem Gerät. Nach Beendigung habt ihr eine Liste von A bis Z aller Interpreten, deren Musik sich auf dem Gerät befindet. Per Rechtsklick könnt ihr diese löschen, anhören oder in eure lokale Musiksammlung kopieren (davon ausgehend das ihr eure lokale Musiksammlungen unter Werkzeuge –> Einstellungen –> Musiksammlung bereits eingerichtet habt!).

Andersherum funktioniert es genauso: Wählt das Album, Lied oder Interpreten aus –> Rechtsklick –> Auf das Gerät kopieren. Dort oben das richtige Ziel angeben. Kleiner Tipp hier: Wenn auf dem Gerät eure Musik bspw. im Ordner „Music“ liegt müsst ihr im Feld „Benennungsoptionen“ ganz vorne Music/ einfügen, damit die Daten im richtigen Ordner landen. So sortiert er eure Musik hübsch auf dem Gerät.

Fotos: digiKam

Mein Ding ist solche Fotosoftware ja nicht, aber ich habe mir auch mal eine angesehen. Das von Linux Mint mitgebrachte gThumb funktioniert bei mir leider nicht, darum benutze ich digiKam. Da diese Software eigentlich nicht für die Oberfläche Cinnamon sondern für KDE gedacht ist müssen wir ein paar Extrasachen mitinstallieren. Öffnet also das Terminal (vierter Button von oben im Startmenü) und fügt mit STRG + SHIFT + V nacheinander folgende Zeilen ein und bestätigt sie:

apt install kdelibs-bin kdelibs5-data kdelibs5-plugins

Installiert notwendige Software für KDE Software.

sudo add-apt-repository ppa:philip5/extra

Fügt eine neue Datenquelle zur Anwendungsverwaltung hinzu.

sudo apt-get install digikam

Installiert digiKam.

Nun findet ihr digiKam im Startmenü unter „Grafik“.

Nach der Ersteinrichtung, in der ihr eure bestehende Bilderbibliothek angeben müsst, findet ihr oben im Menü unter „Importieren“ die Möglichkeit, Fotos aus anderen Quellen zu euren Bildern hinzuzufügen. Ich empfehle euch da immer die Option „Ordner hinzufügen“ zu benutzen. Wenn ihr „USB-Speichergeräte“ verwendet versucht er, ALLE Bilder auf diesem Gerät vorzuladen, was das Programm mehr oder weniger zum einfrieren bringt.

Kontakte und Kalender: OwnCloud

Dafür kann ich euch nur OwnCloud ans Herz legen, für die Synchronisation dieser Daten über USB kenne ich keine praktikable Lösung. Eine Anleitung wie man sich seine eigene Owncloud einrichtet würde einen Webspace vorraussetzen und den Rahmen dieses kleinen Beitrags sprengen – ich lege euch hierfür meinen letzten Blogeintrag ans Herz, in dem ich euch erkläre wie ihr bei einer vorhandenen Owncloud vorgeht.

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4 comments

  • Gabriel Fischer on 31. August 2015 at 19:03 said:

    Ich bin mit dem Beitrag unzufrieden. Sie wollen nicht die Datenkrake Windows nutzen, was ich schon mal sehr gut finde. Zu viele Menschen nutzen Windows, obwohl sie von den Problemen wissen. Teilweise werden diese sogar traurigerweise verteidigt („wer nichts zu verstecken hat, hat nichts zu befürchten“). GNU+Linux Mint sehe ich jedoch als unpassende Alternative an.

    Ein Problem von Windows ist, dass es eine Black Box ist. Man kann den Quellcode nicht einsehen, also kann man nicht genau wissen, wie etwas und was ungewollt an Andere gesendet wird. GNU+Linux Mint hat dasselbe Problem.
    – Der Kernel von GNU+Linux Mint beinhaltet unfreie Firmware-BLOBs
    – es nutzt die Paketarchive von Ubuntu, weshalb freie Software nicht von unfreier Software getrennt wird
    – es bewirbt nicht-freie Software und proprietäre Codecs (und installiert diese)

    In diesem Beitrag empfehlen auch Sie nicht-freie Software, z.B. nicht-freie Treiber, Teamspeak 3 und Skype. Vorallem Skype ist nicht dafür bekannt, sorgfältig mit privaten Daten umzugehen. Außerdem müllt es 64-Bit Systeme mit unnötigen Abhängigkeiten zu, da es (wie bei Steam) nur eine 32-Bit Version gibt.
    Das waren die mir bekannten Probleme, wenn es um GNU/Linux Mint und Datenschutz geht. Jedoch habe ich noch weitere Probleme mit dem System.

    – es nutzt Upstart
    Selbst das kontroverse SystemD erfüllt die Aufgaben eines Init-Systems besser.
    – viele Pakete wurden modifiziert
    Ich bevorzuge Vanilla-Pakete.
    – standardmäßig kein Root Account, stattdessen „sudo“
    Ich bevorzuge es, mit „su“ an Root-Rechte zu gelangen und sonst einen Account ohne diese zu nutzen. GNU+Linux Mint bietet bei der Installation keine Option dafür.
    – es gibt keine Minimal-Installation
    Mir werden viel zu viele Pakete, die ich gar nicht brauche und will installiert, ohne eine Funktion, das zu verhindern. Für Anfänger mag das so besser sein, für erfahrenere Benutzer jedoch nicht. Viele andere bekannte Distributionen haben das besser gelöst (z.B. mit Netzwerkinstallationen).
    – es nutzt nicht das Rolling Release Modell und es gibt keine Option, dieses zu aktivieren.
    Auch hier bevorzuge ich das, was GNU+Linux Mint nicht bietet. Erneut haben andere Distributionen das besser gelöst (z.B. Fedora mit Rawhide und Debian mit Testing).
    – das Hinzufügen von Fremdquellen
    Sie haben beschrieben, wie man Fremdquellen hinzufügt. Das System von Ubuntu kann leicht zur sogenannten „Dependency Hell“ führen. Die Distribution Arch zeigt mit dem „Arch User Repository“, kurz AUR, wie das besser gelöst werden kann.

    Außerdem fehlt mir „Tox“ als Alternative zu Skype.
    Und LibreOffice ist nicht vollständig kompatibel zu MS Office. Vorallem bei Präsentationen können Probleme auftreten.

    • Sereiya on 31. August 2015 at 19:28 said:

      Ich habe für diesen Artikel etwas getan was den meisten, die Linux aus Überzeugung nutzen, sehr sauer aufstößt: Ich habe die Freiheit der Software völlig ignoriert. Wieso ich das getan habe ist der Bequemlichkeit zuzuschreiben: Jemand der mit dem System einfach nur arbeiten möchte und sich hohe und vorallem direkte Kompatibilität bspw. zum Smartphone oder Peripheriegeräten wünscht kümmert sich für gewöhnlich nicht darum ob eine Software nun Open-Source ist oder nicht. Arch oder Gentoo ist einem unerfahrenen Windows’ler schlichtweg nicht zu empfehlen.
      Dem geschuldet ist auch das ich Teamspeak 3 und Skype erwähne – wobei ich bei Skype tatsächlich vergaß zu erwähnen das auch dieses loggt. Doch viele nutzen es und würden nicht wechseln wenn sie plötzlich vieles nicht mehr wie gewohnt tun könnten.
      Das LibreOffice mit MS Office doch 1-2 Probleme hat wusste ich nicht, das korrigiere ich gleich. Danke für den Hinweiß.

      Was sie sonst noch schrieben ist eher ihrer Vorliebe geschuldet. Auch hier muss ich sagen das es den Durchschnittsnutzer nicht interessiert wie er/sie Dinge als root ausführt, und das bei der Installation nicht mitinstallierte Codecs eher sehr störend wären.

  • Gabriel Fischer on 31. August 2015 at 16:16 said:

    Ich würde hier nur gerne für Klarheit sorgen. Was Sie Linux nennen ist eigentlich GNU/Linux oder wie ich angefangen habe es zu nennen, GNU+Linux. Linux an sich ist kein Betriebssystem, sondern nur eine weitere freie Komponente eines funktionierenden GNU-Systems, das durch die GNU-Corelibs, Shell Werkzeuge und weiteren unerlässlichen System-Komponenten besteht, was ein Betriebssystem, wie es nach „POSIX“ definiert ist, ergibt.

    Viele Nutzer nutzen eine modifizierte Version des GNU-Systems jeden Tag, ohne es zu wissen. Durch eine eigenartige Wendung der Ereignisse wird die Version von GNU, welche heutzutage weit verbreitet ist oft Linux genannt, während viele Nutzer sich nicht bewusst sind, dass es eigentlich nur das GNU-System ist, das von dem GNU-Projekt entwickelt wurde.

    Es gibt wirklich ein Linux und Leute nutzen es, aber es ist nur ein Teil vom System, das sie verwenden. Linux ist der Kernel: Das Programm vom System, dass die Ressourcen des Rechners Programmen zuweist. Der Kernel ist ein essentieller Teil eines Betriebssystems, aber alleine nur nutzlos. Er kann nur im Kontext eines kompletten Betriebssytem funktionieren. Normalerweise wird Linux zusammen mit GNU genutzt: Das System ist also eigentlich GNU mit Linux, auch genannt GNU/Linux. Alle sogenannten Linux Distributionen sind eigentlich GNU/Linux Distributionen.

    (Bis auf Ausnahmen, zum Beispiel nutzt Android nicht das GNU-System.

    • Sereiya on 31. August 2015 at 19:17 said:

      Vielen Dank für den Kommentar. Diesen Unterschied kannte ich offengestanden noch nicht – GNU/Linux habe ich zwar bereits gehört, konnte es jedoch nie einsortieren.
      Wie sie schon richtig erfassten ist dieser Beitrag bei weitem nicht für jene die sich mit dem System auseinandersetzen gedacht, sondern für den Alltagsnutzer der einfach bloß ein stabiles Grundsystem braucht. Da auch in den Communitys „Linux“ als allgemeiner Begriff für GNU/Linux Systeme geläufig ist belasse ich es nun aber auch dabei. Wer völlig neu in der Thematik ist würden zu viele im Alltag nebensächliche Infos bloß zusätzlich verwirren wie ich finde.

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