Leben nach dem Tod? Metaebenen?

nahtoddSeit Menschengedenken fragt man sich, was – oder ob etwas – nach dem Tod ist. Mich persönlich beschäftigt das Thema seit einigen Jahren immer wieder, nachdem meine Mutter in meiner Jugend an Krebs gestorben war.

Manche von euch kennen vielleicht das Gefühl, beobachtet zu werden. Das hat sicherlich jeder irgendwie mal – aber manche können vielleicht auch das Gefühl nachempfinden, von einer bereits verstorbenen Person beobachtet zu werden. Wie ein Schatten, der da ist, eine Perspektive aus der die verstorbene Person einen beobachtet. Ich rede hierbei nicht unbedingt von ‚Schutzengeln‘, denn das würde bedeuten das die Person aktiv Einfluss nähme, sondern einfach bloß dem Gefühl das die Person irgendwie, irgendwo, noch seie.

Für gewöhnlich beantwortete ich mir die Frage sehr einfach: Da gibts nix, Hirntot alles tot. Ohne Neuronen keine Aktionen, und solch‘ Dinge wie Nahtoderfahrungen sind lediglich Auswirkungen von Sauerstoffmangel und absterbenden Hirnarealen, und das was man sieht lediglich gebräuchliche Bilder die wir alle irgendwo irgendwie kennen: „Das Licht“, ein langer Flur, Außerkörperliche Erfahrungen, Graswiesen usw.. Ein paar Dinge lassen sich so aber nicht erklären, wie beispielsweise detaillierte Erklärungen, was zu etwa dieser Zeit in getrennten Räumen passiert ist – wenn also Menschen die für kurze Zeit klinisch Tot waren im nachhinein detailliert beschreiben, was bspw. ihre Angehörigen ein bis zwei Zimmer weiter getan und gesagt haben.

Natürlich kann man auch hier auf Möglichkeiten plädieren, wie z.B. das jemand nebensächlich etwas erwähnt hat, die beinahe gestorbene Person Intuitiv weiß wie sich die Verwandten verhalten werden, und die Verwandten im Endeffekt ihre eigenen Erinnerungen umdeuten um ihre ganzen Gefühle der Tage kanalisieren zu können. Das kann auch durchaus der Wahrheit entsprechen – ist jedoch nicht weniger unwahrscheinlich wenn man manche Situationsbeschreibungen mit den tatsächlichen Vorkommnissen abgleicht und eine verblüffende Übereinstimmung dabei herauskommt. Am Ende überzeugte mich bisher jedoch kaum ein ‚Beweis‚, unabhängig welcher Art.

„Der Flug zum Himmel“ von Hieronymus Bosch

Solche Dinge passieren auch immer wieder ‚anders herum‘, wenn Menschen bei vollem Bewusstsein eine scheinbar direkte Reaktion auf den Tod einer weit entfernten Person haben. Das habe ich als Kind, leider, schon selbst erfahren. Das lässt sich wissenschaftlich nichteinmal ansatzweise erklären, weswegen mich die Erinnerung daran nicht mehr loslässt; ich schätze manche von euch können das nachempfinden.

Eine etwas „dezentere“ Art und Weise dessen ist es wohl, wenn zwei emotional sehr nahestehende Menschen spüren, wenn mit der anderen Person etwas nicht stimmt (während sie eine unbestimmte Distanz voneinander entfernt sind). Wenn es der anderen Person schlecht geht bekommt man intuitiv das Gefühl, das etwas nicht stimmt. So kommt es immer wieder zu Situationen das man sich anruft weil man das Gefühl hat das etwas nicht stimmt – und dann stimmt tatsächlich etwas nicht. Sicher ist das nun überaus ungenau, aber ich denke wenn es gewissermaßen „Meta-Ebenen“ gibt, einen Bereich den wir mit der Wissenschaft noch nicht abgedeckt haben, dann gehen solche Erfahrungen in dieselbe Richtung.

Alles in allem stellt sich für mich immer wieder die Frage, ob da noch etwas ist, was unsere Wissenschaft derzeit noch ausblendet. Unser Gehirn tut am Lebensende immer dasselbe, bei jedem Menschen – es scheint also vermutlich einen quasi immergleichen Ablauf im Gehirn zu geben, ein Programm unter vielen. In dem Fall stellt sich die Frage: Wenn da nichts ist, wieso tut unser Gehirn etwas, was augenscheinlich so vollkommen gegen die gewöhnlich dominierende (körperliche) Selbsterhaltung zielt, die gerade in solch einem Moment auf Hochtouren laufen müsste um das Herz wieder anzukurbeln? Oder ist genau das der Sinn, die Menschen nur zu dämlich das so zu verstehen und dieser ganze Artikel nicht mehr als Ergebnisse eines Schwachstromhirnes?

Schreibt dazu gerne etwas in die Kommentare, auf eure Meinungen zu dem Thema wäre ich wirklich gespannt.

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Posted under: Leben, Medizin

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