Linux Mint 17.2 Installation & kleines 1 mal 1

Tux der Pinguin, das bekannte Linux Maskottchen (Quelle. Author: Larry Ewing, Simon Budig, Anja Gerwinski)

Wie versprochen hier eine kleine Hilfe für all‘ jene, die beispielsweise aufgrund des allzu lax gehandhabten Datenschutzes auf Microsoftsystemen auf ein Linux wechseln wollen. Es gibt eine gewaltige Bandbreite an möglichen Versionen („Distributionen“, kurz Distros), die wohl bekanntesten sind beispielsweise Ubuntu, OpenSUSE oder Debian. Aber auch im kommerziellen gibts viele auf Linux aufsetzende Systeme wie bspw. Android und SteamOS – diese haben jedoch mit der Philosophie die hinter Linux steckt nicht mehr viel gemein.

Linux Mint Logo (Author unbekannt)

Wir befassen uns hier mit dem, laut der Website Distrowatch.com, beliebtesten Distro, Linux Mint. Diese gibt es inzwischen bereits in der Version 17.2 namens „Rafaela“. Ich persönlich habe ein Fable für diese Distro, zum einen weil sie mitunter genau die Tools mitbringt wo ich mir denke „Ja, genau DIE will ich benutzen!“ (Firefox, Thunderbird, LibreOffice, Pidgin, GIMP), zum anderen wegen der grafischen Oberfläche Namens Cinnamon, die mich im Grunde zur Aussage bringt „Wie Windows XP, bloß viel besser“.

Tipp: Ebensowenig wie es „das eine Linux“ gibt, gibt es „die eine Oberfläche“. Neben Cinnamon gibt es noch einige andere wie Unity, KDE, MATE und Xfce, die alle ein wenig unterschiedlich sind. Grundlegend gibts bei Linux immer für alles eine größere Auswahl, was im Alltagsgebrauch anfangs jedoch nicht ins Gewicht fällt. Später ist es jedoch ganz interessant, da man sich so seinen Computer deutlich stärker personalisieren kann.
Ich werde im Artikel ab und zu solche Tipps erwähnen, falls ich denke das etwas speziell erwähnenswert ist.

Seite 2: Daten sichern & Installation vorbereiten

Seite 3: Linux ausprobieren / Die Grundlagen 1

Seite 4: Linux ausprobieren / Die Grundlagen 2

Seite 5: Linux installieren

Seite 6: Android oder iOS Geräte anschließen

Seite 7: Adressen und Links

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Posted under: Heimcomputer, Technik

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4 comments

  • Gabriel Fischer on 31. August 2015 at 19:03 said:

    Ich bin mit dem Beitrag unzufrieden. Sie wollen nicht die Datenkrake Windows nutzen, was ich schon mal sehr gut finde. Zu viele Menschen nutzen Windows, obwohl sie von den Problemen wissen. Teilweise werden diese sogar traurigerweise verteidigt („wer nichts zu verstecken hat, hat nichts zu befürchten“). GNU+Linux Mint sehe ich jedoch als unpassende Alternative an.

    Ein Problem von Windows ist, dass es eine Black Box ist. Man kann den Quellcode nicht einsehen, also kann man nicht genau wissen, wie etwas und was ungewollt an Andere gesendet wird. GNU+Linux Mint hat dasselbe Problem.
    – Der Kernel von GNU+Linux Mint beinhaltet unfreie Firmware-BLOBs
    – es nutzt die Paketarchive von Ubuntu, weshalb freie Software nicht von unfreier Software getrennt wird
    – es bewirbt nicht-freie Software und proprietäre Codecs (und installiert diese)

    In diesem Beitrag empfehlen auch Sie nicht-freie Software, z.B. nicht-freie Treiber, Teamspeak 3 und Skype. Vorallem Skype ist nicht dafür bekannt, sorgfältig mit privaten Daten umzugehen. Außerdem müllt es 64-Bit Systeme mit unnötigen Abhängigkeiten zu, da es (wie bei Steam) nur eine 32-Bit Version gibt.
    Das waren die mir bekannten Probleme, wenn es um GNU/Linux Mint und Datenschutz geht. Jedoch habe ich noch weitere Probleme mit dem System.

    – es nutzt Upstart
    Selbst das kontroverse SystemD erfüllt die Aufgaben eines Init-Systems besser.
    – viele Pakete wurden modifiziert
    Ich bevorzuge Vanilla-Pakete.
    – standardmäßig kein Root Account, stattdessen „sudo“
    Ich bevorzuge es, mit „su“ an Root-Rechte zu gelangen und sonst einen Account ohne diese zu nutzen. GNU+Linux Mint bietet bei der Installation keine Option dafür.
    – es gibt keine Minimal-Installation
    Mir werden viel zu viele Pakete, die ich gar nicht brauche und will installiert, ohne eine Funktion, das zu verhindern. Für Anfänger mag das so besser sein, für erfahrenere Benutzer jedoch nicht. Viele andere bekannte Distributionen haben das besser gelöst (z.B. mit Netzwerkinstallationen).
    – es nutzt nicht das Rolling Release Modell und es gibt keine Option, dieses zu aktivieren.
    Auch hier bevorzuge ich das, was GNU+Linux Mint nicht bietet. Erneut haben andere Distributionen das besser gelöst (z.B. Fedora mit Rawhide und Debian mit Testing).
    – das Hinzufügen von Fremdquellen
    Sie haben beschrieben, wie man Fremdquellen hinzufügt. Das System von Ubuntu kann leicht zur sogenannten „Dependency Hell“ führen. Die Distribution Arch zeigt mit dem „Arch User Repository“, kurz AUR, wie das besser gelöst werden kann.

    Außerdem fehlt mir „Tox“ als Alternative zu Skype.
    Und LibreOffice ist nicht vollständig kompatibel zu MS Office. Vorallem bei Präsentationen können Probleme auftreten.

    • Sereiya on 31. August 2015 at 19:28 said:

      Ich habe für diesen Artikel etwas getan was den meisten, die Linux aus Überzeugung nutzen, sehr sauer aufstößt: Ich habe die Freiheit der Software völlig ignoriert. Wieso ich das getan habe ist der Bequemlichkeit zuzuschreiben: Jemand der mit dem System einfach nur arbeiten möchte und sich hohe und vorallem direkte Kompatibilität bspw. zum Smartphone oder Peripheriegeräten wünscht kümmert sich für gewöhnlich nicht darum ob eine Software nun Open-Source ist oder nicht. Arch oder Gentoo ist einem unerfahrenen Windows’ler schlichtweg nicht zu empfehlen.
      Dem geschuldet ist auch das ich Teamspeak 3 und Skype erwähne – wobei ich bei Skype tatsächlich vergaß zu erwähnen das auch dieses loggt. Doch viele nutzen es und würden nicht wechseln wenn sie plötzlich vieles nicht mehr wie gewohnt tun könnten.
      Das LibreOffice mit MS Office doch 1-2 Probleme hat wusste ich nicht, das korrigiere ich gleich. Danke für den Hinweiß.

      Was sie sonst noch schrieben ist eher ihrer Vorliebe geschuldet. Auch hier muss ich sagen das es den Durchschnittsnutzer nicht interessiert wie er/sie Dinge als root ausführt, und das bei der Installation nicht mitinstallierte Codecs eher sehr störend wären.

  • Gabriel Fischer on 31. August 2015 at 16:16 said:

    Ich würde hier nur gerne für Klarheit sorgen. Was Sie Linux nennen ist eigentlich GNU/Linux oder wie ich angefangen habe es zu nennen, GNU+Linux. Linux an sich ist kein Betriebssystem, sondern nur eine weitere freie Komponente eines funktionierenden GNU-Systems, das durch die GNU-Corelibs, Shell Werkzeuge und weiteren unerlässlichen System-Komponenten besteht, was ein Betriebssystem, wie es nach „POSIX“ definiert ist, ergibt.

    Viele Nutzer nutzen eine modifizierte Version des GNU-Systems jeden Tag, ohne es zu wissen. Durch eine eigenartige Wendung der Ereignisse wird die Version von GNU, welche heutzutage weit verbreitet ist oft Linux genannt, während viele Nutzer sich nicht bewusst sind, dass es eigentlich nur das GNU-System ist, das von dem GNU-Projekt entwickelt wurde.

    Es gibt wirklich ein Linux und Leute nutzen es, aber es ist nur ein Teil vom System, das sie verwenden. Linux ist der Kernel: Das Programm vom System, dass die Ressourcen des Rechners Programmen zuweist. Der Kernel ist ein essentieller Teil eines Betriebssystems, aber alleine nur nutzlos. Er kann nur im Kontext eines kompletten Betriebssytem funktionieren. Normalerweise wird Linux zusammen mit GNU genutzt: Das System ist also eigentlich GNU mit Linux, auch genannt GNU/Linux. Alle sogenannten Linux Distributionen sind eigentlich GNU/Linux Distributionen.

    (Bis auf Ausnahmen, zum Beispiel nutzt Android nicht das GNU-System.

    • Sereiya on 31. August 2015 at 19:17 said:

      Vielen Dank für den Kommentar. Diesen Unterschied kannte ich offengestanden noch nicht – GNU/Linux habe ich zwar bereits gehört, konnte es jedoch nie einsortieren.
      Wie sie schon richtig erfassten ist dieser Beitrag bei weitem nicht für jene die sich mit dem System auseinandersetzen gedacht, sondern für den Alltagsnutzer der einfach bloß ein stabiles Grundsystem braucht. Da auch in den Communitys „Linux“ als allgemeiner Begriff für GNU/Linux Systeme geläufig ist belasse ich es nun aber auch dabei. Wer völlig neu in der Thematik ist würden zu viele im Alltag nebensächliche Infos bloß zusätzlich verwirren wie ich finde.

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